Team Talk with

Nina Haider
Communication Designer

Nina Haider studierte Kommunikationsdesign in Würzburg und London. Nach einem Praktikum bei uns im Jahr 2013 und weiteren Stationen bei verschiedenen Design Agenturen, stieg sie dann im Jahr 2019 fest als Communication Designerin bei uns ein. Hier entwickelt sie neue und innovative Design- und Branding Konzepte. Wie sie zum Design kam, was sie inspiriert und worauf es im Design künftig ankommen wird, erzählt sie hier. 

Welche 3 Dinge oder Fakten beschreiben dich als Person am besten? 

Ehrlich, hartnäckig, detailverliebt.

Wie bist Du zum Design gekommen?

Das ist gar nicht so spannend. Ich habe als Kind schon gezeichnet, gemalt und mit Schuhkartons kleine Architekturmodelle für meine Puppen gebaut. Dass es für mich also nicht das Mathematikstudium wird, war allen ganz schnell klar. Ich glaube, bei meinen Großeltern hängt noch heute eines der Acrylbilder im Wohnzimmer.

Was begeistert dich am meisten an deiner Arbeit? Was treibt Dich inhaltlich und persönlich an?

Visuell kann ich mich einfach am besten ausdrücken. Und ich bin sehr glücklich darüber, so Projekte und Ideen vorantreiben zu können, die mich begeistern.

Inspiration – Wie kommst Du auf neue Gedanken? Und Wie schafft man es eigentlich, auf Knopfdruck kreativ zu sein?

Ich denke, das kann ich gar nicht pauschal beantworten. Die Inspiration kommt aus dem Alltag, aus Details in der Umgebung, aus Kunst, Kultur, Musik, Reisen und Begegnungen — zum Beispiel einem tollen Gespräch. Es ist ein Wechselspiel zwischen unterbewusstem und bewusstem Verarbeiten von Informationen. Auf Knopfdruck kreativ sein geht meiner Meinung nach nicht, denn wir sind ununterbrochen kreativ. Manche Ideen sind sofort gut — manchmal muss man aber auch noch ein paar Runden drehen.

Wie stark beeinflusst die Corona-Pandemie Deine kreative Arbeit?

Aktuell sehr. Ganze Projekte laufen remote ab, Meetings mit Kunden oder intern werden digital abgehalten, und selbst den Nachmittagskaffee trinken alle allein vor dem Rechner. Es hat gezeigt, dass Homeoffice funktioniert. Wenn aber fast alles digital stattfindet, muss man sich für einen Perspektivenwechsel auch bewusst lösen: weg vom Computer, rausgehen, ein Buch lesen oder auch mal analog zeichnen.

Wie hat sich die Bedeutung von Design in unserer heutigen Welt verändert? Auf was wird es künftig ankommen?

Ethische und gesellschaftliche Fragestellungen werden immer wichtiger. Unsere globale Verantwortung, Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz lassen sich nicht mehr ausklammern, und das ist gut so. Als Designer hat man die Chance, Leute zu beeinflussen, Wirkung zu erzeugen und einen langfristigen Eindruck zu hinterlassen. Dieser Verantwortung sollte man sich bewusst sein.

Viele Frauen kämpfen im Job mit Selbstzweifeln. Kennst Du das?

Ja, auf jeden Fall. Ich bin mit mir selbst sehr kritisch und hinterfrage das, was ich tue, permanent. Gerade Frauen sollten sich selbst und den eigenen Fähigkeiten mehr Vertrauen schenken.

Warum ist Teamwork, Zusammenarbeit in Deinem Berufsfeld so wichtig?

Die Projekte, an denen wir arbeiten, sind keine One-Man/Women-Show, das würde aufgrund der unterschiedlichen Teilbereiche, die zusammenkommen, gar nicht funktionieren. Alles ist verknüpft beziehungsweise baut aufeinander auf, daher ist es so wichtig, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Der Austausch ist außerdem wichtig, um sich gegenseitig zu fördern, aber auch zu challengen, um gemeinsam das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.