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CSRD: Beim Top-Management ganz oben auf der Agenda Kurz vor Inkrafttreten der neuen Richtlinie hat eine Mehrheit der Unternehmen bereits Key Performance Indicators erhoben und etwa die Hälfte von ihnen eine Materialitätsanalyse durchgeführt

In genau 42 Tagen beginnt eine neue Ära im Reporting. Während kapitalmarktorientierte Unternehmen im Rahmen der NFRD noch unterschiedliche Berichtsformate anwenden durften, sieht die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2024 beginnen, eine Berichterstattung ausschließlich im Lagebericht und nach einem einheitlichen Standard vor. Bis zur Veröffentlichung des ersten Reports bleibt zwar noch mehr als ein Jahr, dennoch stellt sich die Frage, wie weit die betroffenen Unternehmen mit ihren Vorbereitungen sind. Das jedenfalls wollte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC von 170 Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden wissen.

Das Resultat zeigt: Die CSRD steht ganz oben auf der Agenda, auch beim Top-Management. 61 Prozent der befragten Unternehmen haben erste Key Performance Indicators erhoben — also Kennzahlen, anhand derer der Umsetzungserfolg der Nachhaltigkeitsziele gemessen werden kann. Von 58 Prozent wurde eine Scope-Analyse und von 54 Prozent eine Materialitätsanalyse durchgeführt. Demgegenüber haben 15 Prozent der befragten Unternehmen noch nicht damit begonnen, sich mit der CSRD zu beschäftigen. Als Hemmnisse werden vor allem die komplexe technische Umsetzung, fehlende Ressourcen, hoher Zeitdruck und mangelnde Fachkenntnisse genannt.

Mehr zum Thema in unserem Workshop „Sustainability Communication” im Rahmen des hw.d experience lab mit Prof. Dr. Riccardo Wagner am 1. und 2. Februar 2024:

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Thomas Norgall

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